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Allgemeine Grundlagen des Fettstoffwechsels der Hochleistungskuh

von Prof. Dr. Rossow am 10.01.2008

Hochleistungskühe geraten zu Laktationsbeginn in eine negative Energie- und Proteinbilanz. In dieser Phase sind sie in der Lage, Körperfett- und Körperproteinreserven für die Milchbildung heranzuziehen. Diese Eigenschaft ist keineswegs eine pathologische Erscheinung, sondern eine physiologische Strategie, mit deren Hilfe die Stoffwechselleistung gesteigert werden kann. Sie ist am deutlichsten bei einigen

Die Pansenacidose – wichtigste fütterungsbedingte Erkrankung der Milchkuh

von Prof. Dr. Rossow am 10.01.2008

Die Pansenazidose stellt eine der häufigsten und wirtschaftlich bedeutendsten Erkrankungen in leistungsstarken Milchviehbeständen dar. Man unterscheidet drei Formen

Akute Pansenazidose mit dekompensierter metabolischer Acidose Subakute (protrahierte) Pansenazidose mit teilweise kompensierter metabolischer Azidose Chronisch-latente azidotische Belastung mit vollständig kompensierter metabol. Azidose

Auswirkungen von Fütterungsfehlern und Stoffwechselstörungen auf die Klauengesundheit

von Prof. Dr. Rossow am 10.08.2008

Folgende Fütterungsfehler haben Einfluss auf die Klauengesundheit

Rationen mit hohem Anteil an leichtfermentierbaren Kohlenhydraten bei gleichzeitigem Mangel an strukturierter Rohfaser (Laminitis in akuter, subakuter und chronischer Verlaufsform) Überversorgung mit Eiweiß (erhöhte Lahmheitshäufigkeit) Mangel an S-haltigen Aminosäuren (schlechtere Hornqualität) Mangel an Vitamin A, Vitamin E und Biotin (von allgemeiner Bedeutung für

Fütterungsprophylaxe der Labmagenverlagerung der Milchkuh

von Prof. Dr. Rossow am 10.01.2008

Die Labmagenverlagerung (Dislocatio abomasi) ist eine ökonomisch bedeutungsvolle, weil verlustreiche Erkrankung. 10 % der erkrankten Kühe werden notgeschlachtet oder verenden. Bei erfolgreich behandelten Tieren beträgt die Milcheinbuße im Folgemonat etwa 300 bis 400 kg. 80 bis 90 % aller Fälle sind Verlagerungen nach links. Die Häufigkeit des Auftretens liegt bei

Gesundheitsmanagement beim neugeborenen Kalb

von Prof. Dr. Rossow am 10.01.2008

Die Mortalitätsrate der in Deutschland neugeborenen Kälber liegt bei mehr als 10 %. Bei einem Kuhbestand von 5 Millionen Stück sind dies über 500.000! Hauptursache ist ein unzureichendes Gesundheitsmanagement. Hierzu zählen:

ungenügende Graviditätsfürsorge beim Muttertier (Haltung, Fütterung, Muttertier-Schutzimpfung) unzureichende Geburtshygiene und Neugeborenenversorgung mit Erstkolostrum unhygienische Haltung des neugeborenen Kalbes fehlerhafte

Optimale Vormagenfunktion – Voraussetzung für hohe Stoffwechselleistungen

von Prof. Dr. Rossow am 10.01.2008

Kühe haben zwei verschiedene Systeme, in denen die Umsetzung der mit dem Futter aufgenommenen Nährstoffe erfolgt:

Das mikrobielle System des Pansens Den postruminalen Verdauungstrakt für Nährstoffe, die dem mikrobiellen Abbau in den Vormägen entgehen.

Die Verdauungsvorgänge beim Wiederkäuer zeichnen sich durch umfangreiche bakterielle Umsetzungen der aufgenommenen Nährstoffe in den Vormägen

Nutzung der Ergebnisse der Milchleistungsprüfung für die Fütterungs- und Stoffwechselkontrolle

verfasst von: Prof. Dr. N. Rossow; Dr. Richardt, Sächsischer Landeskontrollverband Lichtenwalde, 10.01.2008

Zusammenfassung:

Die Analyse der Milchzusammensetzung liefert nur verwertbare Informationen, wenn die Ergebnisse im Zusammenspiel mit dem Laktations- und Gesundheitsstatus der Kuh, den Umweltverhältnissen, dem Nährstoffangebot über das Futter und der Futterqualität sowie dem praktizierten Managementniveau bewertet werden.

Untersuchung von Herdenmischmilch

Mit der wöchentlichen Untersuchung der Herdenmischmilch

Milchharnstoffgehalt

von Dr. Wolfram Richardt, Sächsischer Landeskontrollverband e. V., Lichtenwalde

Der Milchharnstoffgehalt stellt in erster Linie ein Maß für die Verwertung des Futterrohproteins dar. Er wird fütterungsbedingt vor allem durch die Rohproteinmenge je Tier und Tag (Futteraufnahme x Rohproteingehalt), den Gehalt an Durchflussprotein (UDP) und die im Pansen fermentierbaren Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) bestimmt. Je besser die mikrobielle

Kritische Bemerkungen zum Einsatz von Futterfett in der Milchkuhfütterung

von Dr. L. Jäkel im Januar 2008

Mit der Leistungssteigerung der Milchkuh durch Einsatz von Futterfett wird oft viel Schindluder getrieben, ohne sich überhaupt mit der Frage der Stoffwechselproblematik und der Fettverdauung zu beschäftigen. Es geht oft für die praktische Erstellung von Rationen vordergründig um die Frage, der Kuh in der angespannten Energiesituation zu helfen. Das

Management von Klauenerkrankungen

Im Rahmen der integrierten Bestandsbetreuung steht eine Zusammenarbeit von Betriebsleitern, Mitarbeitern und Tierärzten hinsichtlich des gesamten Herdenverbandes im Mittelpunkt. Durch das Entstehen großer Betriebe mit zum Teil sehr hohen Tierzahlen ist häufig nicht mehr das Einzeltier alleine im Fokus, sondern alle beteiligten Personen sind zum Controlling einer ganzen Herde aufgefordert. So können erhobene Daten gezielt für