Schwefel (S)

ist bei der Milchkuh ein essenzieller Mineralstoff. In der Fütterung ist er besonders interessant, weil er für die mikrobielle Eiweißsynthese im Pansen benötigt wird und gleichzeitig als Anion in der DCAD-Berechnung eine Rolle spielt.

Im Futter kommt Schwefel in unterschiedlichen chemischen Formen vor, unter anderem als:

  • Sulfat SO₄²⁻
  • Sulfid S²⁻
  • organisch gebundener Schwefel
  • schwefelhaltige Aminosäuren (Diese enthalten Schwefel und sind Bestandteile von Proteinen)

Wenn viel Stickstoff bzw. Harnstoff bereitgestellt wird, benötigen die Pansenmikroben ausreichend Schwefel.

Stickstoff + Schwefel + Energie –> Mikrobenwachstum –> mikrobielles Protein

Fehlt Schwefel, kann die mikrobielle Verwertung des Stickstoffs eingeschränkt sein. Das kann dazu führen, dass Stickstoff weniger effizient genutzt wird.


Schwefel und DCAD

Schwefel ist gleichzeitig ein Anionenlieferant und kann deshalb die DCAD reduzieren. Je mehr Schwefel desto niedriger die DCAD. Das macht Schwefel bei der Anionenfütterung von Trockenstehern interessant.

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