Grassilage

Grassilage wird aus Wiesen- oder Ackergras gewonnen. Durch luftdichte Lagerung wird die Silage haltbar gemacht, in dem die Milchsäuregärung abläuft.

Sensorische Qualitätsüberprüfung:

Muss aromatisch riechen und nicht in der Nase stechen. Deutlicher Buttersäuregeruch (sehr unangenehm) und / oder Essigsäuregeruch deuten auf eine Fehlgärung und schlechte Qualität hin. Dies führt zu einer verminderten Akzeptanz des Futters durch die Kühe => schlechte Futteraufnahme, schlechte Energieversorgung, Folgeerkrankungen (Fruchtbarkeitsstörungen, Klauenerkrankungen, Euterentzündungen). Es darf kein Schimmel sichtbar sein. Die Grashalme sollten möglichst kurz sein. Es sollten keine Erdklumpen in der Silage zu finden sein.

Trockensubstanz:

Wenn beim Wringen in der Hand Wasser austritt ist die Silage zu feucht (u.U. dadurch schlechtere Futteraufnahme, Fehlgärung etc.). Nach dem Drücken in der Hand sollte die Handfläche kleben, dann ist der Zuckergehalt als gut einzustufen. Keine Nacherwärmung (die Silage muss kühl sein nicht wärmer als Umgebungstemperatur, da durch Nacherwärmung ein Nährstoff- und Energieverlust entsteht, Schimmelbildung in Gang gesetzt wird und die Futteraufnahme leidet). Keine losen Futterreste vor dem Silagestock, diese ist prädestiniert für Nacherwärmung.

Verdichtung:

mit Kugelschreiber überprüfen (wenn Sie einen Kugelschreiber in die Silage drücken können, war  Verdichtung nicht ausreichend).

Anschnittsfläche:

Möglichst eine glatt Schnittfläche, damit die Oberfläche nicht aufgelockert wird und kein Sauerstoff eintritt. Diese ist von der Entnahmetechnik abhängig:

  • Schneidzangen / Blockschneider / Fräsen entnehmen sauber und hinterlassen glatte Fläche
  • Greifzangen /Schaufeln reißen Futter heraus und lockern auf.

Abdeckung:

Möglichst die Folie nur soweit wie nötig zurückziehen, um das Futter für den jeweiligen Tag zu entnehmen.

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