Dünndarmverdauliches Protein (sidP)
Das zentrale neue Kenngrößenmaß ist das sidP. Es umfasst die Summe aller Aminosäuren, die nach den Verdauungsverlusten (vor allem im Pansen) tatsächlich bis zum Ende des Dünndarms zur Absorption gelangen. In der GfE 2023-Bedarfsrechnung wird nun der Proteinbedarf der Kuh in Form von sidP ausgedrückt. Dadurch wird direkt auf die tatsächlich verfügbare Aminosäurenmenge abgestellt.
Es ist die Summe aus dem dünndarmverdaulichen Mikrobenprotein (sidMP) und dem dünndarmverdaulichen – im Pansen nicht abgebautes Futterprotein – (sidUDP)
sidP beschreibt die tatsächlich im Dünndarm verfügbare Proteinmenge und ersetzt in der GfE 2023 das bisherige nutzbare Rohprotein (nXP).
sidP berücksichtigt sowohl das mikrobielle Protein (MCP) als auch das pansenstabile Futterprotein (UDP) nach Abzug der Verdauungsverluste.
sidP = sidMP + sidUDP.
GfE 2023